Eine Reisetasche im Miniformat…

Gewünscht war ein Taufgeschenk für eine Zweijährige, das möglichst lange genutzt werden kann und praktisch ist.
So kamen wir zur Reisetasche „König“ von Farbenmix, die ich mir bereits genäht hatte, als damals die Taschenspieler CD rauskam. Da diese aber für ein kleines Mädchen viel zu groß ist, habe ich das Schnittmuster verkleinert und angepasst. Gewünschtes Muster auf dem Stoff waren Eulen. Lange hatte ich keine Eulen mehr unter der Nadel, aber in den letzten beiden Wochen hatte ich dafür wieder gefühlt 10 Produkte mit Eulen in der Hand. Scheint also immer noch ein Trendmuster zu sein.
Hier ein paar Bilder der fertigen Tasche:

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Die Tasche wird mit einem großen Reißverschluss verschlossen, sodass man auch große Dinge darin verstauen kann.
Auf der einen Seite befindet sich eine Reißverschlusstasche für Kleinkram.
Darauf habe ich passend zum Eulenstoff die „Eule mit Spatz“ von Stickherz♥ aufgestickt. Dadurch wirkt die Tasche gleich noch viel süßer, oder?

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Natürlich durfte auch der Name auf der ganz indivuellen Tasche nicht fehlen, also habe ich diesen im passenden Farbton auf die Eingrifftasche gestickt.
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Im Innenteil ist auch noch eine kleine Tasche aufgenäht und der Stoff ist aus der gleichen Serie, wie der Eulenstoff :-)
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Ein kleiner Anhänger als Detail darf natürlich auch nicht fehlen ♥

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Bis Bald
Fräulein Emsig♥

Ein Set zum Kita-Start…

Auf einmal ist es soweit und das kleine Patenkind kommt in die Kita. Dafür braucht es einen Rucksack und am besten noch einen Turnbeutel. Natürlich darf auf eine kleine Kindergartentüte nicht fehlen :-) Klar, dass mir da spontan die Piggyback von easy2wear (über Farbenmix) vorschwebt, die ich schon für diverse Krippen- und Kindergartenkinder nähen durfte. Da sie noch etwas zu klein für die normale Rucksackgröße ist, aber dieser noch lange passen soll, habe ich den Schnitt auf 90% verkleinert, was später auch gut gepasst hat.
Besonders viel Spaß bereitet mir bei so etwas ja die Planung ♥
Hier seht ihr meine Skizze:
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Mittlerweile hab ich so viel für meine Nichten genäht, dass ich den Geschmack der Eltern kenne und irgendwie ergänzen sich die Ideen meiner Schwägerin immer sehr gut mit dem, was ich so zaubern kann. Der Rucksack sollte aus Softshell sein, da dieser wasserabweisend, weich und gleichzeitig aber auch stabil genug ist. Beim Stöbern nach Softshell für die Jacke der kleinen Nichte fiel mir (mal wieder) der „Magic Softshell“ ins Auge: Ein scheinbar langweiliger, unifarbener Stoff, der seine Besonderheit erst zeigt, wenn er nass wird – er bekommt ein hübsches Muster:
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Damit man direkt erkennt, wem die Sachen gehören, kam auf beides der Name. So oft wie Rucksäcke im Kindergarten verschwinden oder verloren gehen, wird dieser so vielleicht eher gefunden und an die kleine Besitzerin abgegeben.
Besonders gut gefällt mir der Farbkontrast. Zum doch sehr grellen Türkis/Blau musste etwas dunkleres her, was auch irgendwie nach Mädchen aussieht. Der Brombeerton passt,wie ich finde, einfach perfekt.
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An den Seiten gibt es zwei verschiedene Außentaschen. Die linke Tasche kann mit einem Kordelzug verstellt und damit z.B für größere oder kleinere Dinge angepasst werden. Die rechte Tasche hat einen Gummizug, sodass darin z.B die Trinkflasche ihren Platz finden kann.
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Die Klappe sieht sogar von innen schön aus und wird mit einem Klettverschluss geschlossen.
Die Träger sind durch den Softshell schön weich und schneiden somit nicht an den Schultern ein. Durch die verstellbaren Gurte kann der Rucksack prima über eine längere Zeit mitwachsen.
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Nun der Turnbeutel: Er sollte ja auch passend zum Rucksack sein, also entschloss ich mich, für den unteren Teil einen Rest vom Softshell zu verwenden. Passend zu den Pusteblumen auf dem Softshell habe ich den brombeerfarbenen Stoff mit Pusteblumen von Grete vom Laendle bestickt. Hach, den würde ich ja selbst noch mitnehmen ♥
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Da es im nächsten Jahr schon so weit ist, dass der Patenjunge eine Schultüte braucht, kam dieser Anlass perfekt, um eine solche Tüte mal Probe zu nähen. Eine Kindergartentüte macht mit kleinen Details echt viel daher und ist eigentlich gar nicht so viel Arbeit. Ich denke, ich werde so etwas auch rechtzeitig für das nächste Schuljahr mit ins Programm aufnehmen. Eigentlich sind sie auch praktischer,als die Tüten aus Papier, da sie nicht knicken und man sie mit passendem Inlet auch prima als Erinnerungskissen nutzen kann. Zumal in vielen Kindergärten gar keine Schultüten mehr gebastelt werden und den Eltern die Arbeit damit zu Hause irgendwie dann auch zu viel ist 😉

Bestickt habe ich die Tüte mit einer meiner Lieblingsdateien von Stickherz (wie sollte es auch anders sein…) : die Ballonmaus
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Und weil alles so schön zusammen aussieht, noch ein Gesamtbild:
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Da würde ich glatt nochmal in den Kindergarten gehen… (wenn ich nicht sowieso schon jeden Tag dort arbeiten würde 😉 )

Bis bald
Fräulein Emsig ♥

Fräulein Emsig macht Wünsche wahr…

Fräulein Emsig macht Wünsche wahr…

Heute zeige ich euch, was vor kurzem als Geheimauftrag entstand.
Eine ganz liebe Kundin geht demnächst heiraten und wollte ihre sieben Brautjungfern mit einem ganz persönlichen Geschenk überraschen.
Gewünscht waren sieben Turnbeutel in zwei Designs. Als kleines Detail (ihr wisst ja, dass ich gerade die allerkleinsten Details total hübsch finde♥) habe ich das Wort „Freundin“ auf das passende Kunstleder vom Beutel gestickt und vorne mittig aufgenäht.
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Vier der Turnbeutel enstanden im „Vintage“ Look: Kupferfarbenes Kunstleder und dazu passender Rosenstoff lassen den Beutel richtig edel aussehen.

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Ein ganz besonders liebevolles Detail ist die Dankesbotschaft im Innenbeutel:

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Und nun das zweite Design im „Ethno“ Look: Schwarz-weißes Chevron Muster kombiniert mit schlichtem schwarzen Kunstleder.

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Danke, dass ich diesen Wunsch umsetzen durfte :-)

Bis bald
Fräulein Emsig ♥

Wenn echte Räuber Geburtstag haben…

…werden schon mal echt große Wünsche geäußert!
In den letzten Jahren war es eher der Job der Mama, sich um die Wünsche des Kindes zu kümmern und diese an mich weiterzugeben. Doch jetzt – mit fünf Jahren –  hat man(n) sein eigenes Köpfchen und will was ganz Besonderes haben.

Seit Monaten (!) ist er regelrecht im „Räuber Hotzenplotz“ Fieber.
Immer wieder schaut er sich die Filme an, spricht den Text mit und ahmt seine ganzen Vorbilder nach. Zu Ostern gab es dann schon eines der Bücher. Mittlerweile kennt er sie alle drei auswendig und lässt sich trotzdem stundenlang daraus vorlesen.
Dass dann das Geburtstagsgeschenk auch etwas mit Hotzenplotz zu tun haben muss, war eigentlich klar.

Er wünschte sich also ein echtes Räubershirt und den Umhang von Petrosilius Zwackelmann . 

Für das Shirt wollte ich ganz unbedingt das Schnittmuster „Knopfshirt“ von Klimperklein aus dem Buch „Nähen mit Jersey-babyleicht!“ verwenden, stellte aber nach kurzer Zeit fest, dass mein Patenkind schon zu groß für das kleine Shirt ist.
Also hab ich es einfach etwas großzügiger zugeschnitten. Im Endeffekt ist es so groß geworden, dass er sogar noch ein bisschen reinwachsen kann und somit hoffentlich länger Freude daran hat.
Aber wie wird nun aus einem gewöhnlichen Streifenshirt ein ganz besonderes Räubershirt?

Nun ja, indem man eben den Hotzenplotz mit allen allerkleinsten Details appliziert.
Irgendwann hatte ich mir sogar mal einen Freihandfuß zugelegt, ihn aber nie wirklich ausprobiert.
Also eine Premiere:
Hotzenplotz wurde ausgedruckt, in alle Einzelteile zerkleinert (sorry Hotzenplotz!) und dann die Teile aus verschiedenen Stoffen zugeschnitten.
Auf die Rückseite der Teile hatte ich vorher Vliesofix aufgebügelt und konnte diese so zuerst mal auf dem Shirt ausrichten und dann festbügeln, damit ich auch ordentlich nähen kann.
Weil das mit dem Stickvlies zwischen Stoff und Nadel irgendwie nicht so funktionierte, wie ich mir das vorgestellt habe, habe ich dann eben die Zeichnung neben die Maschine gelegt und frei Hand genäht bzw. gemalt mit der Nähmaschine.
Was anfangs wie wirrer Fadensalat oder die Zeichnung eines zweijährigen aussah, entpuppte sich von Schritt zu Schritt immer mehr zum Hotzenplotz – mit Pistole, seinen sieben Messern, Haaren an den Beinen und natürlich seinem Säbel.
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Danach hab ich alle Teile des Shirts wie gewohnt zusammengenäht und so war zumindest das erste Geschenk schon mal fertig.

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Für den Umhang von Zauberer Zwackelmann hat mir u.a. eine Anleitung aus dem Netz geholfen.
Ich habe blauen, leuchtenden Lycra verwendet und Sterne in Gold aufgenäht. Im hochklappbaren Kragen steckt zur Verstärkung Vlieseline, damit dieser auch stehen bleibt. Abgerundet wird der Umhang durch die goldenen Zackenlitze und farblich passendes, goldenes Garn.

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Der Moment, in dem er die Sachen ausgepackt und bestaunt hat, ist wie immer unbeschreiblich.
Den Umhang hat er sofort angezogen und war damit im Garten zum Zaubern verschwunden. Zwischendurch bekam man ihn mal zu Gesicht, aber dann war er auch schon wieder wie von Zauberhand verschwunden.
Am Abend war der Umhang schon so geliebt und ausgiebig bespielt worden (u.a. wurde er vom Dreirad überrollt und mitgezogen…), dass ein erstes Loch zu sehen war, aber das kann zum Glück durch einen weiteren Stern verdeckt werden.
Und das Shirt durfte am nächsten Tag sofort mit in den Kindergarten 😉

Als ich nun die Fotos gemacht habe, war es wieder, als würde er in eine komplett andere Welt abtauchen, sobald er den Umhang anzieht. Es zischt, die Hände fliegen wie ein Zauberstab und er murmelt vor sich hin.
Seine Fantasie ist für mich einfach faszinierend!

Nach gefühlten 100 Fotos (ohje ich glaube, es waren tatsächlich so viele) kam dann ein: „Gode, jetzt reicht es aber mal mit den Fotos!“ – Recht hatte er, denn es waren so viele schöne Fotos dabei, bei denen man ihn so richtig in Action sehen kann.

Wenn ich mir ihn und die Bilder so ansehe, wäre ich gern selbst wieder ein Kind, das so viel Freude mit seiner eigenen Fantasie hat!

Bis bald

Fräulein Emsig

Im Häkelfieber

Wie ihr bestimmt schon entdeckt habt: Mein neuestes Hobby ist das Häkeln.

Wie ich dazu kam?
Anfang des Jahres war ich im Krankenschein und musste mich ruhig halten – also konnte ich auch nicht an der Nähmaschine sitzen. Wer mich kennt, weiß, dass es mir vorm Fernseher sehr schnell langweilig wird und ich immer was „knoddeln“ muss.
Nun musste meine Mama (Rechtshänder) dran glauben und mir (als Linkshänder) das Häkeln beibringen. Nachdem ich da gar nicht klar kam, hab ich mir verschiedene Youtube Videos für Linkshänder angeschaut und siehe da: es klappte von Tag zu Tag immer besser.

Hier eines meiner ersten Werke:

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Aber ein einfacher Streifen war ja keine richtige Herausforderung, also mussten schnell ein paar Kugeln für ein Mobile umhäkelt werden:

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Ganz stolz hab ich einigen Freunden gezeigt, was ich neues kann und kurze zeit später kam die Anfrage für ein ganz besonderes Mobile.
Meine kleine Namensvetterin sollte ein Mobile mit kleinen Nilpferden bekommen – innerhalb von zwei Wochen. Normalerweise leicht zu schaffen, aber wenn man noch nie ein Amigurumi Tier gehäkelt hat, ist es anfangs schon eine Herausforderung allein schon die Anleitung richtig zu verstehen.
Nach mehreren, etwas verbeulten Nilpferden gelang es mir dann doch, sie richtig zu häkeln und ich bin ein kleines bisschen stolz auf das Ergebnis 😉

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(Anleitung Mobile)

Ich freue mich schon auf viele weitere gehäkelte Werke :)

Bis bald
Fräulein Emsig♥